"Die Gewinner des Big Brother Awards 2010 sind:Für den Positivpreis gab es drei Nominationen:
- Kategorie Staat: Dienst "Überwachung Post- und Fernmeldeverkehr" (ÜPF) (Nomination im PDF-Format).
- Kategorie Business: Die Swisscom wurde dafür ausgezeichnet, dass man ihre Router ausschliesslich im "Kundenzenter" der Swisscom konfigurieren kann, was potentielle Sicherheitslücken öffnet und einem grösseren Personenkreis Zugriff auf den eigenen Router ermöglicht. (Symlink hat schon früher darüber berichtet).
- Kategorie Arbeitsplatz: Die Berufsbildungsschule Winterthur wurde dafür ausgezeichnet, dass sie Nachbarn dazu aufgerufen hat Schüler zu denunzieren.
- Lebenswerk Award: Dieser Preis ging stellvertretend an die Firma Deltavista für die Bemühungen der Branche im Bereich Datensammlungen.
- Die Studentengewerkschaft CUAE von der Uni Genf wurde für ihren Kampf gegen die Erfassung von Sans Papier bei der Immatrikulation an der Universität Genf nominiert. Dank dem Einsatz der Studentengewerkschaft haben Sans Papiers weiterhin Zugang zu universitärer Ausbildung, ohne verstärkt von einer Ausweisung durch die Fremdenpolizei bedroht zu sein. In ihrer Rede haben die Studenten den Erfolgreichen Einsatz ohne grosse finanzielle Mittel betont und gezeigt, dass man sich auch so erfolgreich gegen Überwachung wehren kann.
- Die IG "Polizeireglement Nein" wurde für Ihren Kampf gegen das neue Polizeireglement in Visp ausgezeichnet. Der Fall ist recht grotesk, da in Visp, einem Kleinstädtchen, mehr oder weniger mittels Copy&Paste ein Polizeireglement einer Grossstadt eingeführt werden sollte. Die Nominierten haben das Gesetzgebungsverfahren in ihrer Rede auf sehr anschauliche Art und Weise demontiert.
- Ruben Unteregger wurde für seine Webseite www.megapanzer.com nominiert, auf welcher er erklärt, wie Überwachung funktioniert. Er hat früher selber solche Software entwickelt und beschrieb in seiner Rede seine Motivation, damals als Entwickler in dem Bereich tätig zu werden. Er sieht seine Webseite ein Stück weit auch als Wiedergutmachung dafür, dass er gewissermassen mitermöglicht hat Bürger auszuspionieren. Nur ein informierter Bürger ist in der Lage sich vor Überwachung zu schützen.
via symlink.ch
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